Deutsche Immobilienpreise steigen bis 2030

(srb) Die Immobilienpreise in Deutschland werden bis 2030 weiter ansteigen, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Die Preissprünge der vergangenen Jahre wird es nicht mehr geben. Dies sind die Ergebnisse einer Studie zur künftigen Preisentwicklung im Postbank Wohnatlas 2018.

In mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte können Haus- und Wohnungsbesitzer davon ausgehen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2030 an Wert gewinnt. Grund dafür ist hauptsächlich die große Nachfrage am Wohnungsmarkt durch steigende Einwohnerzahlen in den Metropolen und in Süddeutschland. Den stärksten Preisanstieg wird die ohnehin schon teuerste Stadt Deutschlands verzeichnen: Für München prognostizieren  die Experten ein jährliches Plus von real (also inflationsbereinigt) 1,5 Prozent. In 2017 sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent gestiegen. „Die Zeiten der Preissprünge in den Metropolen dürften aber dem Ende entgegengehen. Wertsteigerungen sind weiterhin drin, aber die Preisentwicklung flacht zunehmend ab“, meint Eva Grundwald, Bereichsleiterin für das Immobiliengeschäft Privatkunden bei der Postbank. Stuttgart liegt im Metropolenranking der „Big Seven“ auf Platz 5 mit einem prognostizierten jährlichen Preisanstieg von 0,74 Prozent. Im vergangenen Jahr lag hier der durchschnittliche Kaufpreis bei 3843 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Prognose nach HWWI-Wohnungsmarktmodell

Grundlage der Kaufpreisprognose ist das Wohnungsmarktmodell des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), in das verschiedene Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung, Wohnausgaben und Wohnungsangebot einfliessen. Das Modell vollzieht nach, wie sich diese Faktoren wechselseitig beeinflussen. Generell finden sich im Süden Deutschlands , d. h. in Baden-Württenberg und Bayern, fast durchgehend gute Rahmenbedingungen. Bei jetzt schon hohen Quadratmeterpreisen von meist über 3.000 Euro sind das gute Perspektiven für Immobilienbesitzer. Für Kaufinteressierte besteht allerdings die Gefahr, dass künftige Wertsteigerungen bereits spekulativ in die aktuellen Kaufpreise eingeflossen sind.

Probleme im Osten

Ganz anders sieht die Zukunft auf dem Immobilienmarkt im Osten Deutschlands aus. Angesichts der sinkenden Bevölkerungszahl drohen bei Immobilien Wertverluste. Der Postbank Wohnatlas zeigt, dass der Preistrend in den meisten Städten und Kreisen negativ ist. Ausnahmen sind der Grossraum Berlin und die Zentren Leipzig und Dresden. Aber auch im westlichen Deutschland zeichnen sich in einigen Regionen im Ruhrgebiet und im Saarland Wertverluste ab. Aufgrund dieser doch sehr differenzierten Marktentwicklung ist die Unterstützung durch Immobilienexperten beim Kauf und Verkauf wichtiger denn je, so die Schlußfolgerung der Postbank.

 

 

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