Zukunftsforum Digitalisierte Immobilienwirtschaft

mobil251116-151(srb) Die Digitalisierung wird die Wirtschaft in gravierender Weise verändern. Davon bleibt auch die Immobilienbranche nicht verschont. Mit einer Zustandsbeschreibung und einem Ausblick auf kommende Umwälzungen beschäftigte sich dieser Tage das 2. IWS-Zukunftsforum an der Dualen Hochschule in Stuttgart.

Zauberwort Digitalisierung: Darunter versteht man die Überführung von analogen in digitale Werte, um sie elektronisch zu speichern und zu verarbeiten. Über 200 Teilnehmer aus Hochschulen und der Immobilienwirtschaft kamen auf Einladung der Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. (IWS) um sich mit der sogenannten „4. Industriellen Revolution“ zu beschäftigen und Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre zu erhalten. Dabei steckt die Wirtschaft bereits mitten im Veränderungsprozess, denn die Digitalisierung ist schon heute von großer Bedeutung. Und das mit gewaltigem Potential,  je nach Branche allerdings in unterschiedlicher Intensität.

Vorreiter Maschinenbau

Eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Technik dürfte dem Fahrzeug- und Maschinenbau zukommen. So war es denn kein Zufall, dass der erste Fachvortrag vor den Immobilienexperten von einem Produktionswissenschaftler gehalten wurde. Prof. Dr. Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer Instituts IAO wies darauf hin, dass die digitale Transformation die Welt verändert. Das große wirtschaftliche Potential der Technologie stellt allerdings eine Herausforderung für gewachsene Strukturen dar und sorgt für immer kürzere Produktionszyklen. Dies kann nur mit größter Flexibilität aller an der Wertschöpfung Beteiligten bewältigt werden, was dann aber zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird. Prof. Spath ging in diesem Zusammenhang auch auf das „Internet der Dinge“ ein, also der Integration aller Objekte in einem universellen digitalen Netz: „Industrie 4.0 ist die vierte industrielle Revolution“. Einen Trost hatte der Wissenschaftler aber parat: ‚“Der Mensch bleibt im Mittelpunkt“.

Immobilienbranche unsicher

Inwieweit sich die Erfahrungen der Maschinenbauindustrie auf die Immobilienbranche übertragen lassen, darin waren sich die nachfolgenden Referenten nicht immer ganz einig. Mehr noch hatte man den Eindruck, als ob noch viel Unsicherheit  hinsichtlich der Möglichkeiten und Folgen der Digitalisierung für die Immobilienbranche vorhanden sind. Immerhin: „Digitalisierung schafft ganz neue Perspektiven, da sehr viele neue Services abgeleitet werden können“, so Dr. Till Kreiler von Google Deutschland. Dazu zählen beispielsweise Visualisierungsmöglichkeiten, Ortungsdienste, Verkehrsoptimierung  und Location Intelligence. Dazu gehört natürlich auch die Gebäudesteuerung mit intelligenten und vernetzten Systemen.

Die digitale Revolution wird vielen Start-ups die Chancen auf völlig neue Geschäftsmodelle eröffnen. Einige davon wurden auf dem Zukunftsforum des IWS der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Es wird sich zeigen müssen, ob diese Modelle den harten Anforderungen der Märkte auch standhalten oder letztlich gut gemeinte Ideen bleiben. Andererseits wird die Entwicklung aber auch dafür sorgen, dass bestehende Geschäftsmodelle überprüft werden müssen und sich möglicherweise als nicht zukunftstauglich erweisen und in wenigen Jahren vom Markt verschwunden sein werden.

Um einen Blick in die Zukunft zu werfen, haben Industrieunternehmen das private Forschungsnetzwerk „Morgenstadt“ initiiert. Die Erkenntnisse der Morgenstadt: Entwicklungszyklen im Bereich Bauen werden sich erheblich verkürzen, was eine viel größere Flexibilität aller Beteiligten erfordert. Bisher getrennte Branchen werden verschmelzen und sich in multiple Sektoren verwandeln. Stadttechnik und Infrastrukturplanung werden sich in erheblichem Maße verändern, was am Beispiel der „Smarten Luftreinigung“ oder eines begehbaren „Infrastruktur-Sammelkanals“  demonstriert wurde.  Gregor Grassl vom beteiligten Beratungsunternehmen Drees und Sommer: „Digitalisierung wird keiner verhindern, die Frage ist nur, ob sie smart ist“.  Wenn diese Frage bejaht wird, ist sich Grassl sicher: „Die Zukunft bietet unzählige Chancen“.

Starke Preissteigerungen in 2016

Quelle: IVD.net

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IVD_ 30.08.2016

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Postbank-Studie: Wie Pendler die Immobilienmärkte entlasten

Bundesweit höchste Stauverzögerung in Stuttgart

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