IVD-CityReport Stuttgart vermeldet erneute Preisanstiege

IVD_ 30.08.2016(srb) Das Marktforschungsinstitut des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) hat den traditionellen „CityReport Stuttgart Frühjahr 2016“ vorgestellt. Dieser gibt Auskunft über aktuelle Preise sowie Trends auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt.

„Das Preisniveau bei Eigentumswohnungen hat in Stuttgart im Frühjahr 2016 im Vergleich zu Herbst 2015 weiter zugelegt“, so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. Für eine Bestandswohnung mit einem guten Wohnwert werde derzeit ein Quadratmeterpreis von durchschnittlich 3.650 Euro bezahlt. Für Objekte im oberen Preissegment und mit bester Ausstattung würden Kaufpreise deutlich über 7.400 Euro je Quadratmeter Wohnfläche aufgerufen.

Schere bei Miet- und Kaufpreisen geht auseinander

Die Schere zwischen den Miet- und Kaufpreisen für Bestandswohnungen geht im Frühjahr 2016 weiter auseinander. So legen die Mietpreise im 5-Jahres-Vergleich um 27 Prozent zu, während die Kaufpreise im selben Zeitraum um satte 49 Prozent steigen. Grob gerechnet entspricht dies einer Preissteigerung von jährlich etwa 10 Prozent. Wichtig für Kapitalanleger: Diese Entwicklung lässt die erzielbaren Renditen deutlich zurückgehen. Die Nachfrage übersteigt in allen Marktsegmenten derzeit das vorhandene Angebot bei weitem. Deshalb ziehen die Preise nach Ansicht des IVD-Instituts auf hohem Niveau weiter an. Dennoch sollten gerade Eigentümer von Immobilien mit Nachteilen bei Ausstattung, Zustand oder Lage den jetzigen „Verkäufermarkt“ nutzen und nicht unbedingt auf höhere Preise in einigen Jahren spekulieren, so die Empfehlung der IVD-Experten.

Für freistehende Einfamilienhäuser mit gutem Wohnwert müssen im Frühjahr 2016 durchschnittlich rund 900.000 Euro bezahlt werden, während ein Reihenhaus 430.000 Euro und eine Doppelhaushälfte 530.000 Euro kosten. In welchem Umfang sich die Preisanstiege künftig fortsetzen hängt nach Einschätzung des IVD von vielen Faktoren ab, beispielsweise der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Zahl der Neubauten oder Änderungen der gesetzlichen/steuerlichen  Rahmenbedingungen.

Mietpreisbremse mit negativen Auswirkungen

Wer Anfang dieses Jahres eine Wohnung in der Schwabenmetropole neu anmietet, muss für eine Bestandswohnung 12,60 Euro und für eine Neubauwohnung 14,10 Euro je Quadratmeter hinblättern. Die Monatsmiete für ein Reihenhaus mit gutem Wohnwert liegt bei 1.380 und für eine Doppelhaushälfte bei 1.780 Euro je Objekt. Es wurde festgestellt, dass die im vergangenen Jahr eingeführte Mietpreisbremse zu erheblichen negativen Auswirkungen für Wohnungssuchende führen kann. Viele Vermieter schalten aus Kostengründen keinen Makler mehr ein, sondern suchen selbst einen Mieter. Dabei konzentrieren sich die Vermieter meist auf die solventesten Bewerber. Dies hat zur Folge, dass weniger gut aufgestellte Mietinteressenten noch mehr Probleme bei der Wohnungssuche haben als bisher schon.

Wohnraum in Stuttgart ist knapp und teuer. Um dieses Problem wenigstens etwas zu entschärfen, schlägt das IVD-Marktforschungsinstitut ein Maßnahmenbündel vor: So sollten sich nicht mehr genutzte Gewerbegrundstücke für den Wohnbau nutzbar machen lassen, bestehende Wohngebiete sozialverträglich nachverdichtet und Neubauflächen effizienter genutzt werden. Einen wichtigen Beitrag könnten auch Firmen leisten, die Mitarbeiterwohnungen bauen und ihren Beschäftigten zur Verfügung stellen.

Nicht zuletzt setzt man in den prosperierenden Regionen zur Bekämpfung der Wohnungsknappheit auf eine verstärkte Neubautätigkeit. Der dringend nötige Wohnungsneubau wird nach Ansicht des IVD allerdings konterkariert durch gesetzliche Vorhaben, die Investitionen in den Wohnungsbau massiv verhindern. Beispielsweise plant die Bundesregierung, den Zeitraum für die Ermittlung der Vergleichsmiete erheblich zu verlängern, um damit die Mieten „herunterzurechnen“. Außerdem sollen Renovierungskosten nur noch in geringerem Umfang auf die Mieter umgelegt werden können. Das Gegenteil wäre richtig, so Prof. Stephan Kippes. Er hält ein Gesetz zur steuerlichen Förderung des Wohnungsbaus für unbedingt erforderlich.

 

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