Postbank-Studie: Wie Pendler die Immobilienmärkte entlasten

 

Bundesweit höchste Stauverzögerung in Stuttgart

Bundesweit höchste Stauverzögerung in Stuttgart

 (srb) Hohe Immobilienpreise in deutschen Großstädten machen Wohnlagen im Umland attraktiver. Stuttgart zählt nach Frankfurt und Düsseldorf zu Deutschlands Pendler-Hochburgen. Die Pendlerquote (Anteil der Pendler an der Bevölkerung) liegt hier bei 38 Prozent.

Je höher die Immobilienpreise in den Citylagen steigen, desto mehr Einwohner können oder wollen sich kein Wohnungseigentum mehr leisten und weichen auf den „Speckgürtel“ oder die umliegenden Landkreise aus. Hier sind die eigenen vier Wände meist erheblich günstiger zu haben. Lieber pendelt man dann zur Arbeit und entlastet damit den städtischen Immobilienmarkt deutlich. Eine Modellrechnung in der kürzlich veröffentlichten Postbank-Studie „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“ zeigt, wie stark die Wohnungspreise steigen würden, wenn nur die Hälfte der Pendler in die Städte ziehen würde. Dies würde in der schwäbischen Metropole zu einem Preisanstieg von fast 40 Prozent führen.

Steigende Wohnungspreise – mehr Pendler

Andererseits stellt die Studie fest: Wenn die Wohnungspreise um 1.000 Euro je Quadratmeter steigen führt dies dazu, dass die Penderquote um 7 Prozent zunimmt. Grundlage der Studie sind die Immobilienmärkte in den 36 größten Städten Deutschlands. Die Städte selbst sind gut beraten, den Entlastungseffekt durch Pendler zu unterstützen. Indem sie für eine gut funktionierende Infrastruktur sorgen und damit den Pendlern aus dem Umland das Leben erleichtern, können sie zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beitragen. Laut Postbank belegt die Studie „Wohnatlas 2016“, dass die gute Anbindung des Umlandes mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu sinkenden Immobilienpreisen in Stadtgebiet führt. „In Städten, die ihre Infrastruktur gezielt für Pendler aus dem Umland ausbauen, wird der Preisanstieg von Immobilien innerhalb der Stadtgrenzen gebremst“ bestätigt Dieter Pfeiffenberger, Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung bei der Postbank. Je besser also die Verkehrswege und je attraktiver das Umland als Wohnort für Menschen, die in der Stadt arbeiten, desto weniger Druck lastet auf dem Wohnungsmarkt einer Metropole.

Pendelzeiten sind entscheidend

Ein wichtiges Kriterium sind dabei die Pendelzeiten, denn schlecht ausgebaute öffentliche Verkehrsmittel und verstopfte Straßen strapazieren die Nerven der Pendler. Dabei liegt auf der Hand, dass die Pendelzeiten in großen Städten länger als in kleineren Städten sind. Stuttgart nimmt in dieser Hinsicht einen der Spitzenplätze ein: Die durchschnittliche Fahrzeit aus den umliegenden Kreisen mit dem PKW in die Landeshauptstadt beträgt 43 Minuten. Und bei der sogenannten Stauverzögerung liegt Stuttgart sogar ganz vorne: Um 48 Prozent verlängert sich die Anfahrt zur Arbeit im Berufsverkehr, gemessen an der Fahrzeit bei freien Straßen. Empfehlenswert wäre also für die Schwaben eine wirksame Verbesserung ihrer Verkehrsinfrastruktur, um damit nicht nur die Nerven der Pendler, sondern auch den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Was den privaten Autoverkehr anbelangt, dürfte dies in gewissen Kreisen allerdings auf ideologische Vorbehalte stoßen.

Hintergrundinformationen zur Postbank-Studie „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“:

Die Studie wurde unter der Leitung von Michael Bräuninger, Professor an der Helmut-Schmidt-Universität und Experte für Economic Trends Research, durchgeführt. Im Focus der vorliegenden Analyse steht die Entwicklung der Infrastruktur in Bezug auf die städtischen Immobilienmärkte.

 

Berlin – Hauptstadt der Mietpreissteigerungen

(srb) Eine neue Studie untersucht den Wohnungsmarkt für Mieter und Eigentümer in den 20 größten deutschen Städten. Danach sind die Mieten in der Hauptstadt Berlin am stärksten gestiegen. Stuttgart liegt allerdings nicht weit dahinter. Um satte 57 % sind die Nettokaltmieten zwischen 2004 und 2014 für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert in Berlin gestiegen. Für die […]

Weiterlesen

Vergabe von Immobilienkrediten erschwert

mobil310516 012

(srb)Seit März diesen Jahres schreibt eine neue EU-Richtlinie den Banken und Sparkassen einheitlich vor, wie sie Immobilienkredite zu vergeben haben. Zwar soll die Neuregelung vorrangig dem Verbraucherschutz dienen. In der Praxis allerdings führt sie dazu, dass der Traum vom Eigenheim für manchen Kaufwilligen ein Traum bleibt. 15 Punkte umfasst das neue Formular für die Beantragung […]

Weiterlesen

Wohnen ,,mittendrin“

Lageplan CityFlair

(srb) Wohnimmobilien sind in den deutschen Metropolen gefragt wie nie. Dies gilt insbesondere auch für die baden- württembergische Landeshauptstadt Stuttgart, dem Zentrum einer der innovativsten Wirtschaftsregionen Europas.               Und hier mittendrin, nämlich im zentral gelegenen Hospitalviertel, bietet das Stuttgarter Maklerunternehmen Dr. Bolz Immobilien ab sofort Eigentumswohnungen „vom Feinsten“ an. […]

Weiterlesen

25 Jahre Dr. Bolz Immobilien

Gründer und Geschäftsführer Sigurd R. Betz mit IHK-Ehrenurkunde

(srb) Eine nicht alltägliche Ehrung wurde Ende März der Firma Dr. Bolz Immobilien zuteil. Exakt am 27. dieses Monats wurde das Stuttgarter Maklerunternehmen 25 Jahre alt. Im Rahmen eines kleinen Empfangs in den Räumlichkeiten der Firma wurde von Catherine Swirsky, Abteilung Volkswirtschaft, Kommunikation, QM der IHK Region Stuttgart die Ehrenurkunde der Kammer an die beiden […]

Weiterlesen