Weitere Preissteigerungen erwartet

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Stuttgart auch künftig stark gefragt.

(srb) Die Region Stuttgart bietet attraktive Arbeitsplätze und Studienmöglichkeiten. Dies wirkt sich auch auf die Mieten und die Kaufpreise für Immobilien aus. Mit weiteren Preissteigerungen ist zu rechnen. Das meinen jedenfalls die Teilnehmer einer aktuellen Befragung von TNS-Infratest im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische.

 

Fünfhundert Personen aus Stuttgart und der Region wurden vergangenen Juni von TNS-Infratest telefonisch befragt. Satte 80 Prozent der Teilnehmer erwarten, dass die Immobilienpreise in den nächsten fünf Jahren weiter steigen werden. Dennoch ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ungebrochen. So planen derzeit 13 Prozent der Bewohner der Region, in den nächsten Jahren eine eigene Wohnung oder ein Haus zu kaufen.  In der Landeshauptstadt plant sogar  fast jeder Vierte Einwohner (23 Prozent) die Anschaffung einer eigenen Immobilie. Zum Vergleich: Bundesweit liegt dieser Wert bei bescheidenen sechs Prozent. Das jetzt schon hohe Preisniveau in Stuttgart scheint also die Interessenten nicht abzuschrecken, sondern in Erwartung weiterer Preissteigerungen eher noch anzuspornen.

Objekte bis 250.000 € gefragt

Für fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) sind die hohen Preise kein Hinderungsgrund für einen Immobilienkauf. Allerdings ist der Anteil derjenigen, für die sich ein Kauf nicht mehr realisieren lässt, mit 47 Prozent fast ebenso hoch. Interessant ist, daß rund die Hälfte der Kaufinteressenten maximal 250.000 € ausgeben können oder wollen. Bei vier von 10 Befragten darf es auch bis zum Doppelten dieser Summe gehen und einer von zehn geht auch darüber. Fast alle Interessenten sind Selbstnutzer, denn trotz historisch niedriger Zinsen ziehen nur 4 Prozent der Menschen in der Region den Haus- und Grundbesitz als Kapitalanlage in Betracht.

Infrastruktur entscheidend

Auf die Frage, welches die wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für eine Immobilie sind, nennen neun von zehn Einwohnern der Region die Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Weitere wichtige Faktoren sind  ruhige Lage am Stadtrand sowie die Nähe zu medizinischer Versorgung. Für 63 Prozent der Befragten ist außerdem eine direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr von Bedeutung. Dieses Merkmal ist für die Bürger von Stuttgart am zweitwichtigsten, während mit 76 Prozent der Nennungen die energetische Sanierung der Wohnung oder des Hauses auf Platz eins der Entscheidungskriterien steht. Außerdem wichtig sind Immobilienangebote, die den demografischen Wandel  oder gesundheitliche Beeinträchtigungen berücksichtigen. Und nicht zuletzt spielen Ausstattungsmerkmale wie altersgerechte Bauweise und Barrierefreiheit eine Rolle.

Wenig Verkaufsabsichten

Nur 7 Prozent der Haus- und Grundbesitzer in der Region Stuttgart planen, innerhalb der nächsten fünf Jahre ihre Immobilie zu verkaufen. Dies führt dazu, dass der Markt in den kommenden Jahren eng bleiben wird. Rund 80 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten deshalb auch, dass die Preise in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Um diesen Trend zumindest erträglicher zu machen, erfordert es kreative Lösungen. Dazu zählen beispielsweise innerstädtische Entwicklungsprojekte zur Umnutzung von Bestandsgebäuden oder die Revitalisierung von Brachflächen.

 

 

 

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