Süddeutsche Oberzentren locken mit attraktiven Renditen

(srb) Im Rahmen einer Wohnungsmarktstudie hat Wüest Partner Deutschland eine vergleichende Analyse zu 20 süddeutschen Städten veröffentlicht. Es zeigt sich, dass sogenannte B-Städte oft ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis aufweisen als A-Städte. Prognose: Meist weiter steigende Preise auf dem Wohnungsmarkt in Süddeutschland.

Weiter steigende Mieten, sinkende Leerstände und zu wenig Neubau sprechen auch mittelfristig für stabile beziehungsweise weiter steigende Preise am Wohnungsmarkt. Ursächlich dafür sind vor allem demografische Entwicklungen wie Urbanisierung und Zuwanderung sowie ein steigender Wohnflächenverbrauch pro Kopf der Bevölkerung. Dies trifft nicht nur auf die süddeutschen Metropolen Stuttgart und München zu, sondern auch auf den Großteil der B-Städte. Oberzentren wie Ingolstadt, Nürnberg oder Heilbronn weisen bei einem nur geringfügig höheren Risiko im Vergleich zu den beiden Landeshauptstädten ein für Investoren attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis auf. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Süddeutsche Wohnungsmärkte: Daten und Perspektiven 2018“. In einer vergleichenden Marktstudie hat Wüest Partner Deutschland 20 Städte in Baden-Württemberg und Bayern analysiert.

Günstige Risiko-Rendite-Verhältnisse

„Der süddeutsche Wohnungsmarkt bietet Investoren mit unterschiedlichen Risikoabsichten attraktive Bruttorenditen. Städte mit einem günstigen Verhältnis von Risiko zu Rendite  sind beispielsweise Nürnberg mit 4,5 Prozent, Heidelberg mit 5 Prozent sowie Heilbronn mit 5,2 Prozent durchschnittlicher Bruttorendite“, meint Rüdiger Hornung, Leiter Standort München und Director bei Wüest Partner Deutschland. Bei höherer Risikoakzeptanz kommen auch Lagen wie Kempten und Pforzheim (beide 5,5 Prozent) in Frage.

Die meisten der untersuchten Städte weisen geringe Neubauzahlen gemessen am Bedarf auf. Durchschnittlich decken die fertiggestellten Bauprojekte lediglich knapp 70 Prozent der Nachfrage, wobei Freiburg hier mit fast 25 Prozent Schlusslicht ist. Die große Nachfrage nach Wohnraum lässt die Kaufpreise weiter steigen. Alle Städte weisen durchweg eine größere Steigerung bei den Kaufpreisen von Eigentumswohnungen als bei den Mieten auf – bei der Mehrheit der Kommunen stiegen die Kaufpreise sogar doppelt so schnell an. Den größten Anstieg verzeichnete Heilbronn, hier erhöhten sich die Kaufpreise in den vergangenen fünf Jahren um sagenhafte 88,7 Prozent und damit mehr als doppelt so viel wie die Mieten. Auch in Stuttgart stiegen in diesem Zeitraum die Preise um über 80 Prozent an.

Prognose positiv

Besonderes Mietsteigerungspotential weisen München, Stuttgart, Nürnberg, Ingolstadt, Heilbronn und Pforzheim auf. Darüber hinaus wird auch für Augsburg, Regensburg und Landshut eine positive Entwicklung prognostiziert. Bei der Entwicklung der Kaufpreise sieht Wüest Partner für Stuttgart, Nürnberg, Heilbronn und Pforzheim positive Tendenzen. Dagegen besteht in Würzburg, Bayreuth, Konstanz und Passau das Risiko einer sinkenden Preisentwicklung. Wesentliche Einbrüche der Mieten und Kaufpreise sind aber derzeit in den süddeutschen Städten und Metropolen kaum zu erwarten. Fazit für Investoren: Ein Blick in die zweite Reihe lohnt sich – B-Städte punkten mit zum Teil sehr geringen Leerstandsrisiken und hohen Ertragspotentialen.

Wüest Partner Deutschland ist die deutsche Tochtergesellschaft der 1985 gegründeten Unternehmensberatung Wüest Partner AG, die mit rund 180 Mitarbeitern eine führende Stellung als unabhängiger Berater im Schweizer Immobilienmarkt einnimmt. Mit derzeit vier deutschen Standorten steht die Bewertung von Immobilienportfolien und Einzelobjekten im Fokus der Geschäftstätigkeit.

 

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