Süddeutsche Wohnungsmärkte stark

(srb) Miet- und Kaufpreise für Wohnungen steigen in süddeutschen Mittelstädten stärker als in den Metropolen. Diese Städte bieten damit Investoren attraktivere Renditen als beispielsweise Stuttgart oder München.  Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie  des Beratungsunternehmens Wüest Partner Deutschland.

Wüest Partner Deutschland hat in einer vergleichenden Wohnungsmarktstudie 20 süddeutsche Städte in Baden-Württemberg und Bayern analysiert. Im Ergebnis steigen die Miet- und Kaufpreise in zehn der 20 untersuchten Städte stärker als in Stuttgart oder München. Einige Städte bieten Investoren Renditen, die über dem Niveau von München liegen bei ähnlichem Risiko. Rüdiger Hornung, Geschäftsführer München, erläutert: „Die weiterhin niedrigen Zinsen und die immer noch steigende Bevölkerung in den Städten üben zusätzlichen Druck auf die Immobilienpreise aus, so dass auch für 2019 nicht mit einem Rückgang der Preise zu rechnen ist“.

Attraktive Risiko-Rendite-Profile

Der Wohnungsmarkt in süddeutschen Oberzentren bietet Investoren mit unterschiedlichen Risikopräferenzen attraktive Bruttorenditen. Ein günstiges Verhältnis von Rendite zu Risiko hat Wüest Partner für Stuttgart und Freiburg mit Renditen von 3,2 Prozent beziehungsweise 3,8 Prozent festgestellt. Investoren mit einer etwas höheren Risikobereitschaft finden in Ludwigsburg und Fürth Renditen um 4,5 Prozent und in Pforzheim und Villingen-Schwenningen 5,5 Prozent.

Die Mieten stiegen in 10 von zwanzig Städten in den letzten fünf Jahren stärker als in Stuttgart oder München, beispielsweise in Augsburg und Aalen um rund 29 Prozent. In Ludwigsburg, Neu-Ulm, Schweinfurt, Sindelfingen und Villingen-Schwenningen lagen die Steigerungsraten knapp über 25 Prozent. Viele dieser Städte haben eine geringe Baufertigstellungsquote. Beispielsweise wurden in Ludwigsburg nur etwa 6 Prozent des Bedarfs an Neubauten errichtet.

Die Kaufpreise für Wohneigentum sind in den meisten Städten kräftig angestiegen. In Schweinfurt betrug dieser Preisanstieg satte 76 Prozent, Augsburg, Reutlingen und Villingen-Schwenningen kamen noch auf über 50 Prozent. München dagegen begnügte sich mit 33 Prozent Preissteigerung in den vergangenen fünf Jahren.

Prognose: Weitere Preissteigerungen

Besonderes Miet- und Kaufpreissteigerungspotential für Wohnungen erwartet Wüest Partner Deutschland in Stuttgart, Augsburg und Freiburg. Eine ähnliche Prognose gilt für München, Nürnberg, Fürth und Ludwigsburg. Leicht steigende Entwicklungen der Kaufpreise werden für Karlsruhe, Mannheim, Sindelfingen und Friedrichshafen erwartet.

Generell gilt: Der bestehende Nachfrageüberhang sowie die weiterhin geringe Neubautätigkeit werden auch kurz- bis mittelfristig weiteren Druck auf die Mietpreisentwicklung ausüben und zu steigenden Mietpreisen führen. Weiterhin fehlende attraktive Kapitalanlagemöglichkeiten werden auch zukünftig für stabile und steigende Kaufpreise in den süddeutschen Zentren sorgen.

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