Wohnungskauf: Altbau oder Neubau?

(srb) Die meisten potentiellen Immobilienkäufer stellen sich die Frage: Soll oder kann ich mir einen Neubau leisten oder tut es auch eine gebrauchte Wohnung? Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Frage leistet eine Analyse der Angebotspreise für Eigentumswohnungen durch das Immobilienportal Immowelt. Untersucht wurden die Preise für eine 3-Zimmer-Eigentumswohnung mit 80 qm Wohnfläche in Bestand und Neubau in den 14 größten deutschen Städten.

In drei Viertel der untersuchten Städte sind neue Wohnungen mehr als 100.000 € teurer als Bestandsimmobilien. Die höchsten Aufschläge für Neubauten gibt es in Stuttgart (+180.000 €), gefolgt von München (+178.100 €). Den geringsten Unterschied weist Köln auf (+91.400 €). Als Bestandsimmobilien gelten die Baujahre 1945 bis 2015, Baujahr 2016 oder später gelten als Neubauimmobilien.

Beim Spitzenreiter Stuttgart wird eine gebrauchte 3-Zimmer-Wohnung für 366.200 angeboten, für einen Neubau werden 546.200 € aufgerufen, was eine Differenz von 180.000 € bedeutet. Durch die Kessellage der baden-württembergischen Hauptstadt ist die verfügbare Baufläche begenzt, was die Grundstückspreise in den letzten Jahren erheblich in die Höhe trieb. Hinzu kommen stark gestiegene Baukosten und eine durch den Bevölkerungszuzug ungebremste Nachfrage, was das Niveau der Kaufpreise zusätzlich anheizte.

Mit steigendem Baujahr nähern sich die Preise von Bestandsimmobilien tendenziell dem Niveau von Neubauimmobilien an. Neue Objekte haben natürlich den Vorteil, daß sie über eine moderne Ausstattung und Haustechnik verfügen und ohne Renovierung bezugsfertig sind. In manchen Fällen kann der Käufer auch noch bei Ausstattung und Gestaltung mitbestimmen. Der Erwerber einer bestehenden Wohnung sieht dagegen schon beim Kauf, was er für sein Geld bekommt, möglicherweise auch notwendige Sanierungs- und Renovierungsarbeiten. Die kann er dann aber nach seinem eigenen Geschmack und Geldbeutel ausführen lassen.

Datenbasis für die Erhebung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote in Städten über 500.000 Einwohner, die in den Monaten Januar bis Juni 2020 angeboten wurden. Berücksichtigt wurden dabei nur Angebote, die vermehrt nachgefragt wurden. Wichtig: Es handelt sich um Angebotspreise, nicht um Abschlusspreise.

Coronavirus frißt Immobilienwerte

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