B-Immobilienstandorte als Anlagealternative

(srb) In Zeiten von Niedrigzinsen auf den Kapitalmärkten und Höchstpreisen für Immobilien in den Metropolen richtet sich das Augenmerk von Investoren zunehmend auf die sogenannten B-Standorte für Immobilien. Doch auf diesen Märkten fehlte in der Vergangenheit oft die notwendige Transparenz. Eine Studie der Catella Research soll jetzt Entscheidungshilfen bieten.

Dass die deutschen Wohnungsmärkte eine Boomphase erleben, dürfte sich inzwischen hinlänglich herumgesprochen haben. Und da das deutsche Preisniveau im internationalen Vergleich noch immer günstig ist, sind auch internationale Anleger bereit, sich noch stärker am deutschen Wohnungsmarkt zu engagieren. Dies gilt insbesondere für die sogenannten Top-7-Standorte von Berlin bis Stuttgart und trotz regulierender Eingriffe in den Markt wie beispielsweise die Mietpreisbremse. Die Märkte der Metropolen sind relativ gut ausgeleuchtet und bieten dem Investor so eine ausreichende Transparenz. Allerdings werden hier häufig Höchstpreise aufgerufen, die Zweifel an der Wirtschaflichkeit eines Engagements hervorrufen und es kommt mehr und mehr zu Objekt-Engpässen.

Höhere Renditen

Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, dass sich der Fokus investitionswilliger Anleger zunehmend auch auf die Wohnungsmärkte jenseits der Top-7 richtet, nämlich auf die regionalen Märkte, die sogenannten B-Standorte. Dort lassen sich aufgrund günstigerer Einstiegspreise höhere Renditen erzielen, die auch eventuell längere Vermarktungszeiten relativieren können. Diese Märkte waren allerdings bislang insbesondere für nicht ortansässige Akteure verhältnismäßig intransparent. Mit der brandaktuellen Studie „Wohnungsmarktranking Deutschland 2015 – Die regionalen Wohnungsmärkte unter der Lupe“ will die Catella Research nun dieses Informationsdefizit beseitigen. Catella ist ein nach eigenen Angaben „europaweit führender Financial Advisor und Asset Manager“ und bietet Dienstleistungen rund um die Immobilie an 5 deutschen Standorten.

Bundesweit erfasst wurden in der Studie 70 Standorte mit jeweils mehr als 50.000 Einwohnern.  Dabei ging es nicht um die Darstellung oder Gegenüberstellung von Kaufpreisen oder Renditen, sondern um strukturelle Aspekte, die bei einer langfristigen Investition stärker wiegen als ein stichtagsbezogenes Preisniveau. So basiert die Studie auf der Analyse von sozioökonomischen Daten, Strukturrisiko, Liquiditätsrisiko und Standortpotential. Durch diese Auswahl mit unterschiedlicher Gewichtung wurde sichergestellt, dass wesentliche, den Wohnungsmarkt beeinflussende Faktoren, in die Gesamtbewertung mit einbezogen wurden.

 

Catella Research

 

 

 

 

 

Sieger Ingolstadt

Am besten abgeschnitten unter den Regionalmatadoren haben die Städte Ingolstadt, Regensburg und Darmstadt. Das Schlusslicht bilden gleich mehrere nordrhein-westfälische Städte, beispielsweise Detmold, Remscheid und Herne. Gründe für das schlechte Abschneiden sind ein niedriges Mietzinsniveau, hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Kaufkraft und rückläufige Bevölkerungszahlen. Auch Baden-Württemberg ist mit 4 Standorten im Ranking vertreten: Freiburg (Platz 8), Heidelberg (17), Mannheim (24) und Karlsruhe (40).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wohnungsmärkte der deutschen A- Standorte zwar weniger Risiko bergen, dafür aber sich mit niedrigeren Renditen bescheiden müssen. Catella empfiehlt deshalb, dass „renditefokussierte Investoren ihren Blick verstärkt auch auf B-Standorte richten“ sollten. Die Studie „Wohnungsmarktranking Deutschland 2015“ könnte dabei eine gute Hilfe sein.

 

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